Je suis Charlie.

Seit zwei Monaten nun poste ich zum Thema Freiheit, zwei Artikel davon befassten sich mit der Pressefreiheit. Gestern war nicht nur ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit, sondern auch ein schwarzer Tag für die Toleranz.

Eigentlich will ich in diesem Blog hier Geschichten erzählen. Geschichten von der Freiheit, neue Aspekte aufzeigen, meine eigene Meinung versuche ich größtenteils rauszulassen, obwohl ich weiß, dass das mit der Objektivität nicht vollkommen funktionieren kann. In den Nachrichten gibt es täglich Meldungen, die das Thema Freiheit in sich tragen und trotzdem blogge ich nicht darüber.

Paris und die toten Journalisten gestern sind etwas anderes. Ich kann nicht einen Blog führen, der reportagen-freiheit heißt, und zu so etwas schweigen. Es betrifft mich als Bloggerin genauso wie die Journalisten, es betrifft mich genauso, wie alle Menschen, die an das hohe Gut der Freiheit glauben.

Ja, je suis Charlie.

Es erscheint mir unpassend, hier eine große Rede zu schwingen, denn es wurde schon so viel zu dem Thema gesagt. Wozu aber niemals genug gesagt werden kann:

Friede und Toleranz

Das ist sind die Stärken, die wir bei all der Brutalität eines solchen Verbrechens, bei all unserer Betroffenheit und vielleicht auch Wut nicht vergessen dürfen. Extremisten jeder Art sind schlecht und gefährlich. Sie nähren sich von Hass und Angst in einer Gesellschaft und ich will hiermit noch einmal hinausgeben in die Welt, dass

Wut und Angst keine Lösung sind

Die Welt, die ich mir vorstelle ist, ist friedlich. Da haben Rachegedanken keinen Platz. Da darf jeder sagen, was er denkt. Und jeder darf so sein, wie er will. Ohne andere damit in ihrer eigenen Freiheit einzuschränken.
Ich werde in meinem Beruf als Journalistin für so eine Welt einstehen. Für Pressefreiheit. Ich werde als Mensch für so eine Welt einstehen. Für Toleranz. Ich kann jeden Tag dafür einstehen. Indem ich nicht wegsehe. Indem ich mich nicht instrumentalisieren lasse durch irgendwelche Leute, die auch wiederum nur mit Ängsten und Hass arbeiten (Pegida und Co). Indem ich im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche, Frieden zu schaffen. Indem ich Menschen verzeihe, Ängste aufgebe und mich auf die positiven Kräfte konzentriere. Jeder kann das tun. Damit sind wir stark.